Gedanken zu den Corona-Demos

Wir leben in einem Land, in dem sich die Mütter und Väter des Grundgesetzes viel Mühe gemacht haben, wesentliche Grundrechte festzuschreiben. Heute, am Tag des Grundgesetzes sind mehrere Demonstrationen in Nordrhein-Westfalen angemeldet, auf denen Menschen gegen die durch Corona veranlassten Beschränkungen protestieren. Der Gedanke, dass ihnen unter Vorwand erhöhter Bedrohung durch das Virus ihre Grundrechte entzogen werden, macht ihnen Angst. Doch übersehen sie das Offensichtliche.

In vielen Ländern der Erde beneiden uns die Menschen dafür, dass wir Pressefreiheit, Demonstrationsrecht sowie Gleichstellung von Mann und Frau einklagen können. Es ist nicht perfekt in Deutschland und neue Bedrohungen erfordern manchmal harte Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, doch das Grundgesetz bleibt intakt! Das kann man allein schon daran erkennen, dass die Demonstrationen stattfinden dürfen. Und auch daran, dass die Medien, die zu diesen Veranstaltungen aufrufen, nicht zensiert werden.

Das Grundgesetz schützt unsere Rechte. Deswegen müssen wir das Grundgesetz schützen, indem wir immer für unsere Demokratie kämpfen. Sie ist nicht selbstverständlich. Gerade weil wir diese Rechte beanspruchen, haben wir die Verantwortung, unsere Kämpfe mit Bedacht zu wählen. Und deshalb auch mein Appell in diesen Corona-Zeiten: Bitte trauen Sie nur Information aus sicheren Quellen (z. B. der Stadt oder dem Krisenstab), wenn es um das Virus geht.

Rufen Sie mich an, wenn Sie Fragen haben. Lassen Sie uns gemeinsam für die Demokratie eintreten.