Besuch bei der Hochschule Ruhr West

Eine der großartigsten Veränderungen in meiner Heimstadt, seitdem ich zum Studieren nach Göttingen gegangen bin, ist zweifellos die Errichtung der Hochschule Ruhr West, die Mülheim an der Ruhr auf die Liste der Hochschulstädte befördert hat. Es sind ausschließlich Vorteile, die diese Institution für unsere schöne Stadt mit sich bringt. Und wir haben noch nicht einmal alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die die HRW uns bieten könnte. Professor Dr. Susanne Staude und Professor Dr. Oliver Koch gaben mir einen Einblick, wie viel Potential die Kooperation zwischen Stadt und Hochschule noch birgt.

„Unsere Ziele sind es, die Studierenden bestmöglich auszubilden, Wissen zu generieren und dieses in die Praxis zu überführen“, erklärt Prof. Staude. Schnell wird deutlich, für Stadt und Verwaltung lohnt es sich, die HRW bei der Erreichung dieser Ziele zu unterstützen. Hier besteht viel Raum für Synergien, die Mülheim sowohl als Wirtschafts- als auch als Bildungsstandort attraktiver machen. Beispielsweise ist aktuell eine Zusammenarbeit mit Aldi für einen Dualen Studiengang in Arbeit. Prof. Koch sieht weiteres Potential: „Vor allem durch Realprojekte. Zusammenarbeit von Studierenden mit Unternehmen ist möglich. Am besten indem sie über Themen in Kontakt kommen.“ Hier sehe ich zahlreiche Möglichkeiten, die ich als Oberbürgermeisterin sehr gerne anstoßen würde.

Im Gespräch kommen die Ideen schnell. Als ich die VHS erwähne, haben beide gleich mehrere Geistesblitze für eine Gestaltung im Einklang mit der HRW. Eine „Allee des Wissens“ als Verbindung zwischen den beiden Standorten wäre denkbar. Nicht zuletzt durch die gute Anbindung mittels der Fahrradtrasse RS1. Die VHS bleibt auf jedenfall der Bildung erhalten und die HRW könnte ein guter Partner sein, indem sie hier bestimmte Arten von Seminaren oder gar einen speziellen Studiengang anbietet. Auch Projekträume für Studierende könnten hier entstehen; daran herrscht an der HRW stetig Mangel. Zudem wäre eine räumliche Kooperation für die Errichtung eines Gründerzentrums absolut wünschenswert. Schließlich kann Mülheim nur davon profitieren, wenn die hervorragend ausgebildeten Alumni der HRW mit innovativen Start-Ups hier Fuß fassen.

„Man kann mit uns viel machen, wenn man bereit ist, neu zu denken“, fasst Prof. Koch zusammen. Diesen Eindruck kann ich nur bekräftigen. Das „wahnsinnige Potential bei den Studierenden“, von dem Prof. Staude berichtet, kann für Mülheim ein immenser Gewinn sein, wenn es uns gelingt, unsere Ziele miteinander in Einklang zu bringen.

Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass dies möglich sein wird und bedanke mich herzlich für das inspirierende Gespräch!