Workshop zur Umsetzung des VHS-Bürgerentscheids

Am 28.07.2020 kamen mein Team, die Bürgerinitiative zum Erhalt der Heinrich-Thöne-Volkshochschule an der Bergstraße und ich erneut zusammen, um über die Umsetzung des Bürgerentscheides zu diskutieren.

Eingeladen waren hierzu auch Herr Teich, der Architekt des Gebäudes an der Bergstraße, sowie Herr Wiesemann vom Unperfekthaus in Essen, der sein Konzept erläuterte und Verknüpfungspunkte zum Gebäude an der Bergstraße aufzeigte.

Es war ein intensiver, aufschlussreicher und auch respektvoller Austausch. Die Initiative hat überzeugend dargelegt, dass sie den Standort der Heinrich-Thöne-Volkshochschule an der Bergstraße erhalten und so schnell wie möglich wieder nutzen möchte. Besonders gefreut habe ich mich über die Teilnahme des Architekten Teich. Er äußerte sich optimistisch hinsichtlich einer Kostenermittlung, die mit geringerem finanziellem Aufwand eine Wiederaufnahme des Weiterbildungsbetriebes an der Bergstraße ermöglichen könnte. Sollte ich Oberbürgermeisterin werden, werde ich mit ihm und Sachverständigen innerhalb der ersten einhundert Tage meiner Amtszeit das Gebäude besichtigen.

Besonders interessant waren auch die Ausführungen von Herrn Wiesemann. Er zeigte auf, dass das Konzept des Unperfekthauses (u.a. offene Türen, freier Austausch und Entfaltung, Öffnung für Kreative und Jungunternehmer) in vielen Punkten auf das Gebäude der Heinrich-Thöne-Volkshochschule an der Bergstraße übertragbar ist.

Ein ganz wichtiger Punkt für mich ist hierbei die Idee von ‚unperfekten Räumen‘. Ein Raum, wo es keine teuren und wertvollen Gegenstände gibt, kann unbewacht offenbleiben. Jede und jeder kann kommen und gehen, wie er oder sie will. Dies würde die Heinrich-Thöne-Volkshochschule nicht nur für alle Bürgerinnen und Bürger öffnen, sondern auch womöglich die Kosten in Hinblick auf die Sanierung reduzieren.

Die erarbeiteten Ideen sollen nach der Kommunalwahl mit weiteren gesellschaftlichen Akteuren besprochen werden. Ziel ist ein neues Konzept für die Heinrich-Thöne-Volkshochschule als Bürger*innen-Zentrum für Wissen und Kultur, welches dann schnellstmöglich in die Ratsgremien eingebracht werden kann.