An der Seite der Polizei

Gestern lud ich zu einem Runden Tisch zu dem Thema „Wer schützt unsere Kinder?“ ein. Ein paar Antworten lagen bereits auf der Hand, beispielsweise: unsere Polizei. Wie diese in Bezug auf Kinderschutz aufgestellt ist und welche Problemstellungen sich unseren Ordnungshütern darüber hinaus noch stellen, erläuterten mir bereits vor ein paar Tagen Heiko Müller und Sonja Galatsch-Perrey von der GdP Kreisgruppe Essen/Mülheim.

Es ist vermutlich der schrecklichste Sachverhalt, dem man sich stellen kann, aber wir dürfen die Augen nicht vor ihm verschließen: Kinderpornographie ist traurige Realität. Unsere Polizei benötigt IT-Spezialist*innen, um sie zu bekämpfen. Stellen Sie sich vor, wie schwer die Aufgabe ist, die diese zu bewältigen haben; eine angemessene Bezahlung kann es dafür gar nicht geben. Es steht für mich außer Frage, dass wir den Menschen, die dieses Material auswerten müssen, das geben, was sie benötigen. Dazu gehört unter anderem höchste Wertschätzung, notwendige Mittel, psychologische Betreuung und Verständnis dafür, dass diese Form der Belastung Grenzen hat.

Andere Themen gehen neben diesem schnell unter, aber die Polizei hat viel Verantwortung. Sie steht nicht über der Kritik, aber solche muss konstruktiv bleiben. Der Fall George Floyd in den USA hat Polizist*innen weltweit in den Fokus gerückt und Heiko Müller bestätigt, dass das Verhalten der Ordnungshüter völlig falsch war. Doch die Institution Polizei hat vor allem hierzulande nicht verdient, sinnbildlich und buchstäblich unter Beschuss genommen zu werden: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Polizei in Deutschland eine der besten, wenn nicht die Beste der Welt ist.“ Es ist vermessen, die gesamte Institution für das Fehlverhalten Einzelner zu verurteilen. Unsere Polizei ist hervorragend ausgebildet, für Extremsituation gut geschult und wird dreistufig kontrolliert.

Ich stehe hinter unserer Polizei und wenn es zu ungerechtfertigten Anschuldigungen gegen sie kommt, werde ich mich als Oberbürgermeisterin auch vor sie stellen. Darüber hinaus beabsichtige ich, bewährte Konzepte, wie beispielsweise die Einrichtung einer Stadtwache – bestehend aus Polizei und Ordnungsamt – flächendeckend in den Mülheimer Stadtteilen einzurichten. Kriminalität endet nicht an der Stadtgrenze, daher will ich die städteübergreifende Zusammenarbeit fördern. Und selbstverständlich ist es mir ein Anliegen, dass im Kampf gegen Kinderpornographie alles zur Verfügung steht, was „Freund*in und Helfer*in“ benötigt.

Vielen Dank an Frau Galatsch-Perrey und Herrn Müller für das aufschlussreiche Gespräch!